Ticker News


Warnung vor Dämmerungseinbrechern!

Der GP Mauerbach ersucht um folgende Verlautbarung:

Die Tage werden kürzer und damit verlängert sich wieder die Arbeitszeit der sogenannten "Dämmerungseinbrecher". Diese nützen die frühe Dunkelheit aus aus und begehen in den Abenddämmerungsstunden, zumeist in der Zeit bis 24.00 Uhr, Einbrüche in Einfamilienhäusern, bevorzugt mit schwer einsehbaren Gärten. Aber auch Reihenhäuser erfreuen sich bei den Tätern "großer Beliebtheit". Zumeist gelangen die Täter durch Aufzwängen von Terrassentüren oder Fenster in die Häuser, wo sie Schmuck, Bargeld, Münzsammlungen, Uhren, aber auch Digitalkameras, Handys und Laptops stehlen.

In den Wintermonaten 2003/2004 (Beobachtungszeitraum 1. Oktober 2003 - 31. März 2004) ereigneten sich allein in Niederösterreich rund 1500 derartiger Einbrüche, zumeist im Wiener Umland, 30 davon in Mauerbach (Allerheiligenberg, Auf der Sulz, Kreuzbrunn).

Heuer gab es in Mauerbach seit Mitte Oktober bisher (Stand: 30.10.2004) sieben derartige Einbrüche, zuletzt in den Abendstunden des 30.10.2004 in der Robert Bach Gasse und der Johann Strauß Gasse. In das Objekt in der Johann Strauß Gasse wurde heuer bereits zum 3. Mal eingebrochen!

Auch die Siedlungen am Wolfersberg im 14. Bezirk werden derzeit von einer Einbruchserie heimgesucht.

Die Täter treten organisiert und in Gruppen auf. Aufgrund der Spurenlage ist zumeist von 2 bis 4 Tätern auszugehen, welche zum überwiegenden Teil aus osteuropäischen Ländern und aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen. Die Einbrüche dauern in der Regel nur wenige Minuten, Spuren werden kaum hinterlassen.

Zur Abschreckung haben sich neben Alarmanlagen als kostengünstige Alternative Zeitschaltuhren bewährt, wie sie die meisten Elektrohändler im Angebot haben, da allein durch das brennende Licht oft schon potentielle Täter abgeschreckt werden.

Auch wäre es wichtig, mit seinen Nachbarn ein gutes Einvernehmen zu pflegen und bei Abwesenheit ein Augenmerk auf deren Häuser zu legen. Bei Urlauben sollte unbedingt jemand die Post aus dem Briefkasten entfernen.

Gegenstände hohen Wertes sollten nach Möglichkeit in einem Bankschließfach verschlossen werden. Wenn Wertsachen zuhause aufbewahrt werden, sollte ein Tresor angeschafft werden, welcher jedoch unbedingt fest mit der Mauer verbunden sein sollte, da es bereits mehrfach vorgekommen ist, daß die Täter ganze Tresore, welche nicht befestigt waren, stahlen. Höhere Bargeldbeträge sollte man nicht im Haus liegen lassen.

Sollte tatsächlich eingebrochen werden, wäre es zur Wiederauffindung der gestohlenen Gegenstände für die Gendarmerie wichtig, beispielsweise bei Laptops, Digitalkameras und dergleichen Marke, Type und Seriennummern zu notieren, um so eine Ausschreibung in der Sachenfahndung zu ermöglichen. Schmuckgegenstände sollten fotografiert, der Text von Gravuren bei Ringen notiert werden, um so eine eindeutige Wiedererkennung zu gewährleisten. Das ist zugleich auch eine Argumentationshilfe bei etwaigen Problemen mit der Versicherung. Es versteht sich von selbst, daß solche Fotos und Notizen getrennt von den Wertgegenständen aufbewahrt werden sollten.

Weiters wäre es wichtig, daß die Bevölkerung verdächtige Wahrnehmungen unverzüglich der Gendarmerie mitteilt. Bei verdächtigen Fahrzeugen - Kennzeichen notieren!

Hundertprozentige Sicherheit vor Einbrechern wird es nie geben, aber man kann einiges dazu tun, um den Verbrechern die Tat zu erschweren.

Für Anfragen steht der Gendarmerieposten Mauerbach, Tel: 059133/3231, gerne zu Verfügung.