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Wie unser Einfamilienhaus entsteht. Eine Reportage von Tanja und Peter.




Ein Haus bauen, schön und gut! Aber wie?(!)

Aller Anfang ist schwer. Zuerst fassten wir den Entschluss, ein Haus bauen zu wollen. Jedoch bevor die Planung des Hauses beginnen konnte, waren noch einige Dinge zu bedenken:

Bauplatz
Vor dem Beginn der Planung sollte man bereits einen Baugrund besitzen, der dem Bauherren und der Bauherrin gleicher maßen gut gefällt. Rückblickend war das bei uns anfangs gar nicht so einfach. "Aus Stadlau bekommt mich nichts hinaus! Hier ist es so schön, und meine Familie und meine Freunde sind auch hier!"  meinte Tanja, "Die U-Bahn kommt sicher nicht umsonst nach Stadlau, wart nur 10 Jahre und alles wird ganz anders sein. So wie im 21. Bezirk, ein Wohnblock nach dem anderen! Und übringens, wer soll den teuren Baugrund bezahlen?!"  sagte Peter zum Thema Grundstücksuche. Grundsätzlich sollte ein Elternteil in der Nähe sein, zumindest darüber waren wir beide uns einig.

Da Wien aufgrund der teuren Grundstückspreise vorerst nicht in Frage kam, und die Preislage in Mauerbach, der Heimatgemeinde Peter's, auch nicht gerade die günstigste ist, begannen wir im östlichen Tullnerfeld nach unserem Baugrund zu suchen. So setzten wir uns ins Auto und fuhren eine Gemeinde nach der anderen ab. An Plätzen die uns gefielen kundschafteten wir die Gassen nach Tafeln "Baugrund zu verkaufen"  aus. Ein guter Tip ist auch auf den Gemeindeämtern im Bauamt nachzufragen, oft gibt es dort ein "Schwarzes Brett" mit wertvollen Informationen. Aber auch viele Webseiten von Gemeinden haben einen Bazar oder bieten Inserate an, Peter hat z.B. auf diese Weise seine Eigentumswohnung in Purkersdorf sehr rasch verkauft.

Unsere Erfahrung hat ergeben, dass sich Tanja, je öfter wir im Tullnerfeld unterwegs waren, immer mehr mit der Gegend angefreundet hat. Sicherlich hat dabei gleich zu Beginn unserer Suche ein Einkaufsbummel in Tulln und ein Inlineskate-Ausflug an der Donau Tanja etwas mehr Bezug zu der Region gegeben. Vorher wusste sie ja eigentlich nicht viel vom Tullnerfeld. Wie gesagt ist es wichtig, dass sich alle mit dem Platz für den künftigen Lebensmittelpunkt identifizieren. Peter hatte sich vorerst schon auf ein Grundstück in Katzelsdorf versteift, wodurch es eigentlich nur zu unnötigen Spannungen gekommen ist. Unser Grundstück in Tulbing war dafür für uns beide "Liebe auf den ersten Blick!". Mittlerweile waren wir schon so oft in Tulbing, haben auch schon einige Heurigenbesuche hinter uns, und uns beide schon herzlich mit dem Gedanken, in unserer neuen Gemeinde zu leben, angefreundet. Nur ein halbes Jahr später ist von Tanja dazu zu hören:"Ich freue mich schon so, wenn wir in Tulbing leben!".

Unser Grundstück wurde privat verkauft. Bevor wir den ersten Kontakt mit den Eigentümern aufnahmen, erkundigten wir uns am Bauamt der Gemeinde, ob es sich bei dem Grundstück tatsächlich um Bauland handelt, welche Infrastruktur (Strom, Wasser, Gas, Kanal, Telefon, ...) an der Grundstücksgrenze zur Verfügung steht, ob noch die Aufschließungskosten zu entrichten sind und welche Bebauunsvorschriften es für die Grundstücksparzelle gibt. Anschließend holten wir uns am Bezirksgericht Tulln einen Grundbuchauszug um zu prüfen, ob Belastungen für das Grundstück bestehen. Wie bei der Planung, wollten wir auch beim Grundstückskauf nichts überstürzen. Bevor wir den Kaufvertrag unterzeichneten, fuhren wir fast schon jeden Tag zum Grundstück, um genau zu prüfen, was wir kaufen. Wie ist es am Morgen, zu Mittag, am Abend, bei Nacht, bei Sonnenschein, woher kommt das Wetter, wie ist es bei Regen, bei Wind und Sturm, Sonnenauf- und Untergang. Auch Gespräche mit den künftigen Nachbarn können dabei sehr hilfreich sein.

Finanzierung
Nachdem wir jetzt unseren Bauplatz erworben haben, war es an der Zeit einen "Kassasturz" zu machen. Wir haben vorab eingehend geklärt welche finanziellen Mittel uns jetzt noch zur Verfügung stehen und in welchem Rahmen eine vernünftige Finanzierung möglich ist. Da für unser Grundstück die Aufschließungsabgabe und diverse Anschlußgebühren noch zu entrichten waren, machten wir eine Aufstellung für die noch zu entrichtenden Kosten. Jetzt konnten wir abstecken in welchem Umfang die Errichtung unseres Hauses möglich sein sollte.

Entwurf
Natürlich waren wir schon, bevor wir unser Grundstück gefunden haben, in der Blauen Lagune "Häusl schaun". Die ersten Eindrücke waren, wir hatten uns vorerst nicht allzuviel Gedanken über das Hausbauen gemacht, sicherlich beeindruckend.

Fertighausparks eignen sich sehr gut dafür, eine Grundvorstellung vom künftigen Eigenheim zu bekommen. Das betrifft sowohl die Architektur, wie auch den Baustoff, mit dem man sein Eigenheim errichten kann. Zu beachten ist jedoch, dass man sich trotzdemdie ganze Vielfalt an Baustoffen ansieht und aus allen Baustoffen wie z.B. Holzriegel, Holzblock, Ziegel, Zigelit, Liapor, Rastra oder Ytong nach seinen persönlichen Bedürfnissen wählen kann.

Zu dem ist zu bedenken, dass man bei einem belagsfertigen Haus meist nicht selbst die Auswahl der zu verwendeten Bauelemente (Fenster, Türen, ...) und Installationen (Sanitär-, Heizung-, Elektroinstallation), welche einen wesentlichen Bestandteil der Qualität eines Hauses darstellen, treffen kann.

Nachdem wir uns von dem einen oder anderen Musterhaus inspirieren ließen, haben wir unsere Vorstellungen konkret definiert und anschließend einen genauen Grundentwurf auf kariertem Papier skizziert. Nach einigen Preisvergleichen und Gesprächen mit diversen Baumeistern beauftragten wir ein Bauunternehmen auf Grundlage unseres Entwurfes einen Einreichplan zu erstellen. Dieser diente im Anschluss auch als Kalkulationsgrundlage für alle Unternehmen, die wir zur Teilnahme an unserer Auschreibung eingeladen haben.

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